Eigenbau BMW R 1000 MJ

 
KontaktWeitere Bilder vom Um- EigenbauGästebuch
  
 

 

Moin, Moin,

mit dieser Seite möchte ich euch meinen Werdegang auf zwei Rädern, bis hin zum Bau eines eigenen Motorrades vorstellen. Die Seite ist gegliedert in:

Mein Steckbrief:
Meine Mopedhistorie:
Der erste Umbau:
Mein Eigenbau:
Die Danksagungen:
Weitere Bilder:

Gruß, Michel

P.S. Diese Seite läuft Ende Januar 2014 aus und wird nicht mehr aktualisiert!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Demnächst findet ihr mich über: bmw-eigenbau.de





Mein Steckbrief:

Name: Michael Jacobs

Bj.: 1964

Email: mi.jacobs@web.de

Hobbies: die Familie, Moped fahren, schrauben, feiern.





Meine Mopedhistorie:

- 1979-1980 Garelli.

- 1980-1982 Puch.

- 12.05.1982 – 02.01.1984,
BMW R 45, ca. 21.500 km gefahren.

- 02.01.1984 – 03.10.1989,
BMW R 90 S, ab 04/88 Umbau von S auf RS Verkleidung, ca. 83.500 km gefahren.

- 03.10.1989 - 03.12.1991,
MKM 1000, ab 04/91 Umbau mit K 100 RS Gabel, PVM Dreispeichenräder, Aluminium Verkleidungsoberteil mit Doppelscheinwerfern der GSX 750 R und Alu- Monocock für Ein- und Zweimannbetrieb. 11/91 unverschuldeter Unfall mit beinahe Totalschaden. Ca. 25.500km gefahren.

- 11.04.1992 - 11.09.2002,
Yamaha FJ 1100, eigentlich wollte ich nur für ein bis zwei Jahre (bis zur Fertigstellung meines Eigenbaus) eine günstige robuste Reisschüssel fahren. Da der Eigenbau aber erst im April 2000 fertig wurde, wurden mit der FJ 66.500 km abgerissen, dabei hat sie mich nie im Stich gelassen!! Sie wurde am 11.09.2002 verkauft.

- 15.04.2000 - heute,
mein Eigenbau, R 1000 MJ, 20870 km gefahren. Mehr darüber könnt ihr unten lesen.

- 19.06.2002 - 29.10.2004,
Yamaha FJ 1200 (für Langstrecke), ca. 4000 km gefahren. Sie wurde am 27.10.2004 für die Boxer Cup in Zahlung gegeben.

- 29.10.2004 - heute, mein erstes nagelneues Motorrad, eine R 1100S Boxer Cup Replica 2004.
Da die Finger schon wieder juckten habe ich doch gleich das Heck nach meinen Vorstellungen umgebaut. LED Rücklicht und Kennzeichenleuchte, V2A Kennzeichenhalter und Kellermann Blinker. Kilometerstand: 41415 km.


Gefahren wird noch mit dem Eigenbau (Ganzjahreskennzeichen) und der R 1100S (Saisonkennzeichen 04-10). Die R 90 RS ist seit dem 03.10.1989 abgemeldet, aber immer noch in meinem Besitz.





Der erste Umbau:

Im September 1989, Anschaffung einer Krauser MKM 1000, sie war von einem Herrn Reischert als Bausatz gekauft und mit BMW Teilen vervollständigt worden. Beim Kauf hatte sie aber schon nicht mehr die original Lackierung.

Da ich als kleiner Junge schon immer eine Schwäche für BMW-Boxer gehabt habe, wollte ich mit dieser MKM 1000 mir ein Kindheitstraum vom selbst „gebasteltem“ Moped erfüllen. Es sollte etwas einmaliges sein, was noch nie da gewesen war.

- Vom Dezember 1989 bis zum Juli 1990 wurde die komplette MKM zerlegt und wieder neu aufgebaut. Da mir die Tank- Sitzbank-Kombination (Monocoque) zu viel vom Rahmen verdeckte, das Heckteil mir nicht so recht gefiel und ich nicht unbedingt einen Fabel für Kunststoff habe, wurde sie neu aus Aluminium gefertigt.

- Da zu dem Zeitpunkt die Doppelscheinwerfer in Mode kamen, wurden welche von der GSX 750 R gekauft und ein Verkleidungsoberteil, natürlich auch aus Alu, drum herum gebastelt. Dabei wurde das Oberteil so gefertigt und das Unterteil so umgebaut, dass die Maschine sowohl mit Cockpit- als auch mit Vollverkleidung gefahren werden konnte.

- Ferner wurde noch eine K 100 Gabel mit Gabelbrücken in das Fahrwerk eingebaut, wobei das Lenkrohr der Gabelbrücke neu angefertigt werden musste.

- Als Laufräder wurden von PVM Dreispeichenräder der Dimensionen 2,5“ x 18“ und 3,0“ x 18“ gewählt. Bereift wurde sie mit Metzler 110/90 V18 TL und 150/70 V18 TL.

- Umbau des Kraftstofftankes mit Einbau eines neuen Einfüllstutzens (Schnellverschluss).

- Zum Schluss bekam die Maschine noch ein komplett neues Farbkleid.

Nur als das Moped fertig war, mochte ich das „Ding“ irgendwie nicht so recht leiden. 16 Monate nach Fertigstellung, am 30.11.1991 hatte ich dann einen unverschuldeten Unfall mit einem sehr hohen Schaden.





Der Eigenbau:

Nun hatte ich ja wieder die Gelegenheit meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Eins war sicher, so sollte sie nicht wieder aufgebaut werden.
Da ich mir damals vorgenommen hatte nur ein Jahr Zeit für den Eigenbau zu nehmen, besorgte ich mir für die Saison 1992 ein gutes und günstiges Moped, siehe Historie. Nur aus dem einem Jahr wurden schnell 8 Jahre.
Folgende Umbauten wurden in der Zeit von Januar 1992 bis zum April 2000 durchgeführt:

- Richt und Umbauarbeiten des MKM Rahmens durch die Firmen VV-Motorradtechnik und DBH.

- Anfertigung und Umbau einer 4054 RO/MA Upside-Down Gabel mit Gabelbrücke, eines SA+CC Mono-Federbeins, eines Schutzbleches und eines Lenkungsdämpfers von White-Power.

- Umbau einer R 80 GS Paralever-Hinterradschwinge auf Scheibenbremse. Ferner wurde die Schwinge um 28 mm verbreitert, damit sie in den Rahmen passt.

- Vierkolbenbremszange und schwimmend gelagerte Bremsscheiben für den vorderen und Zweikolbenzange mit Bremsscheibe für den hinteren Grip.

- Hinterer Bremszylinder von einer Ducati.

- Vorder- und Hinterradfelge von der Firma Fischer, Typ FCW 2, in der Größe 3,5“ x 17“ und 6,0“ x 17“.

- Umbau der Tank- Sitzbank-Kombination im Heckbereich.

- Teile wie Bremszangenhalter und Fußrastenplatten wurden auch selbst entworfen. Die Teile wurden erst als Muster aus Pappe und aus 0,5 mm Blech gefertigt und angebaut. Erst als die Bremszangen die richtige Position hatten und die Sitzposition als optimal empfunden wurde, wurden die Maße 1:1 auf Millimeterpapier übertragen, in den Computer eingegeben und aus dem vollem Material (Alu, AlZnMgCu 1,5 F50-53) gebrannt.

- Anfertigung der kompletten Fußrastenanlage nach eigener Vorstellung aus einer Kombination von Alu und V2A. Sie ist so konstruiert, dass sich die Fußraste beim Schalt- und Bremsvorgang mit bewegt.

- Anfertigung des Stummellenkers nach eigener Vorstellung. Wichtig für mich war es das eine aufrechte Sitzhaltung gewährleistet war. Nach 1:1 Muster aus St 37 wurden die Stummel von der Firme WP aus Alu gefertigt.

- Eigenbau der Krümmeranlage aus V2A, der Endtopf mit TÜV-Gutachten wurde von der Firma MAB aus Alu und V2A gefertigt.

- Stahlummantelte Bremsschläuche von der Firma Spiegler.

- Stahlummantelte Öldruckleitungen nach eigenen Vorstellungen durch die Firma Ragun.

- Anfertigung diverser Kleinteile aus Alu und V2A, wie Instrumententräger, Radabdeckplatte, hintere Radabdeckung, vorderer Spritzschutz, Distanzbuchsen vom Vorderrad, Bremsscheibenaufnahme, Schellen und Halterungen, Überlaufbehälter und vieles mehr.

- Der vordere Scheinwerfer ist von der GSX 750 R, die hinteren Leuchten wurden aus dem Anhängerbau übernommen und als Blinker kommen so genannte Froschaugen zum Einsatz.

- Der Rahmen, diverse Abdeckungen und Halter, Gabelbrücken, Lenkerstummel und Tank wurden Kunststoffbeschichtet.

- Polierarbeiten sämtlicher V2A- und Aluteile.

- Als Schuhwerk wurden Bridgestone Battlax BT50 in der Dimension 120/70 ZR17 TL und 190/50 ZR17 TL gewählt. Zur Zeit werden aber BT016 gefahren.

- Zu guter letzt wurde das Farbkleid von der Firma Artworks gefertigt. Bedingung war, dass das polierte Aluminium mit in die Lackierung einfließen sollte.

Nach Rücksprache mit dem TÜV Norddeutschland in Norderstedt, sollte ich die Maschine im „Rohbau“ dort vorführen. Damit noch alle Schweißnähte und sonstiges überprüft werden kann. Am 03.09.1996 war es dann so weit, nach 4,5 Stunden intensiver Begutachtung und Messungen und nach weiteren 1,5 Stunden Probefahrt wurde meiner Q dann endlich eine geklebt. Danach wurde das Moped wieder komplett zerlegt und dann „sorgfältig“ wieder aufgebaut.

So wie sie hier nun auf den Fotos zu sehen ist, wurde sie dann nach 8 Jahren Arbeit am 27.04.2000 auf die Straße losgelassen.





Die lange Bauzeit entschuldige ich damit, dass ich in der gesamten Bauzeit vom Moped noch mehrere „Baustellen“ angefangen hatte und betreuen musste (zwei Kinder und ein Haus).

Es ist noch zu erwähnen, dass die vordere Optik (Verkleidungsoberteil) im Jahre 1989 entworfen wurde. Sollte ich heute so etwas bauen, würde ein breiter Superbikelenker und ein "böser Blick" (Lampenmaske und DE-Scheinwerfer) die Front vom Moped zieren.





Die Danksagungen:

Mein besonderer Dank geht an die Freunde und Bekannten die mich beim Aufbau der Maschine tatkräftig unterstützt haben, insbesondere:

für Dreh- und Fräsarbeiten,
Addi C.
Peter H.
Ulli B.

für Schweißarbeiten,
Günter K.
Thies B.

für Ersatzteile,
Hartmut D.

und zu Guter letzt, für Geduld und Verständnis
meiner Familie

Sollte ich jemanden an dieser Stelle vergessen haben, ist dieses keine böse Absicht von mir.

Bis dann und vielleicht trifft man sich ja mal irgendwo auf der Strecke.

Gruß und allzeit Gute Fahrt wünsche ich euch allen,

Michel


Letzte Aktualisierung: 21.09.2012


Weitere Bilder unter:

https://fotoalbum.web.de/ui/external/dGx3mw7_TzOOZuJV4Xiikw10403

und

https://fotoalbum.web.de/ui/external/UtQBK3K4T5mOl1wTAfjaew10403